Jean de La Fontaine

 
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Jean de La Fontaine

Château-Thierry 1621
- Paris 1695


Der französische Schriftsteller Jean de La Fontaine wird 1621 in Château-Thierry geboren. La Fontaine geht 1636 nach Paris und beendet dort seine Schulausbildung. 1641 studiert er Theologie im Predigerorden der Oratorianer. Nach seiner Probezeit 1643 verlässt Jean de La Fontaine den Orden und studiert in Paris 1645 bis 1647 Recht. 1647 heiratet Jean de La Fontaine in Château-Thierry, er begibt sich jedoch anschließend allein nach Paris. In Paris verkehrt Jean de La Fontaine regelmäßig in den Literatenkreisen der Zeit. 1658 präsentiert er das Kleinepos "Adonis", dass er dem mächtigen Finanzminister Nicolas Fouquet widmet. Im Jahr 1662 fällt Fouquet bei Louis XIV in Ungnade und wird inhaftiert. Jean de La Fontaine flüchtet nach Limoges und vollendet dort seine galanten, manchmal gewagten Vers-Erzählungen, die er 1666 als "Contes et nouvelles en vers" veröffentlicht. Im Palais du Luxembourg in Paris, wo er von seiner neuen Mäzenin Marguerite de Lorraine bis 1672 beherbergt wird, arbeitet Jean de La Fontaine an seinem Hauptwerk, den Fabeln. 1686 erscheinen "Fables choisies, mises en vers par M. de La Fontaine", die ersten beiden Bände mit heiter-ironischen Texten. 1675 bekommt Jean de La Fontaine Schwierigkeiten mit der sich verschärfenden Zensur. Eine gerade erschienene Auswahl der "Contes et nouvelles", die die gewagteren Stücke enthält, wird verboten. 1677 und 1679 erscheinen der dritte und vierte Band der Fabeln. Die Haltung des Autors gegenüber der Welt und ihren Verhältnissen ist nun skeptischer geworden. 1683 inszeniert die junge Comédie Française sein Stück "Le Rendez-vous", es wird nur viermal aufgeführt. 1692 veröffentlicht Jean de La Fontaine eine durchgesehene Gesamtausgabe der Contes. Ende des Jahres 1692 erkrankt Jean de La Fontaine und wendet sich der Religion zu. Er stirbt 1695 in Paris.